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Bücher

Wofür die Worte fehlen

ISBN 978-3-8000-5533-3

Januar 2010 bei Ueberreuter

Wofür die Worte fehlen

Wenn das Schweigen zerbricht…
Kristian lebt in einer scheinbar normalen Familie. Doch er wird schon seit Jahren von schrecklichen Bauchschmerzen gequält. Und da sind die „Männerspiele“, zu denen ihn sein Vater zwingt und über die er mit niemandem reden darf. Nur in seine Manga-Zeichnungen des „Schwarzen Ritters“ fließt das furchtbare Geheimnis hinein…

Die Welt, in der wir leben, ist eine Welt, in der Worte eine große Bedeutung haben: in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule, bei der Arbeit, in den Medien. Ohne Worte funktioniert ein Miteinander kaum. Freude und Ärger, Liebe und Hass, Glück und Leid, Lob und Tadel, Frust und Zorn, alles drücken wir über Worte aus.
Und dann gibt es diese Momente, die jeder schon einmal erlebt hat, wo uns die Worte fehlen, weil das, was wir erleben zu großartig ist, um es in Worte zu fassen oder weil es zu furchtbar ist.

So wie bei Kristian, den ich vor einiger Zeit kennen lernte. Es gibt ihn wirklich, den Jungen aus meinem Buch. Seinen Namen habe ich geändert. Dass sein Vater ihn seit Jahren missbrauchte, hat er mir erst nach vielen Monaten anvertraut. Er hatte Angst, seine Familie zu zerstören, wenn er die Wahrheit sagte. Er gab sich selber die Schuld an dem, was passiert war. Es hat lange gedauert, bis ich ihn überzeugen konnte, dass immer der Täter die Schuld hat, ein Kind aber nicht einmal den Hauch einer Mitschuld.

Sein Vater ist inzwischen bestraft worden, Kristian (so möchte ich ihn weiter nennen) lebt bei Verwandten. Ob er jemals vergessen kann, was er durchgemacht hat, weiß ich nicht. Zumindest seine täglichen Bauchschmerzen sind verschwunden, weil er am Ende doch ausdrücken konnte, wofür eigentlich die Worte fehlen.